Music on Tour Chor & Band live.

Foto: Viehmann Photographie

Nachbericht Music on Tour Dezember 2023

Geflasht vom Eimsbütteler Adventssingen

Viel Music wenig Tour. Wir hatten ein sehr schönes Chor und Bandwochenende in Hamburg. Alle unsere Wege konnten wir zu Fuß absolvieren. Was uns völlig sprachlos gemacht hat und wie man ein Wochenende bei Music on Tour erlebt steht im folgenden.

Das MonT Wochenende

WOW, da waren wir mal ganz kurz, ganz doll überwältigt. 
Das Eimsbütteler Adventssingen wurde zum zweiten Mal von unserem Pop & Gospel Chor & Bandprojekt Music on Tour - MonT  gestaltet. 

Wir hatten trotz einiger Krankmeldungen so viele Anmeldungen, wie noch nie und waren insgesamt 36 Menschen. 

Einige neue Gesichter bereicherten die Runde und das gewachsene Mitarbeitendenteam fand einen guten Draht zueinander und zur Gruppe. Die Band probte und nachdem wir zum Abendessen mit frischen Bratkartoffeln gestärkt wurden, sangen die Stimmgruppen unterteilt in Sopran, Alt und Tenor die ersten Lieder jeder für sich an.
Wir genossen in den Proben die wundervolle Gemeinschaft mit unfassbar gutem Essen unseres Küchenteams unter der Leitung von Leo Jahn. Es gab Samstag zum MIttag hervorragende Lasagne mit und ohne Fleisch. Das war ein Genuss. Wir übernachteten auf Isomatten in der Kreuzkirche EFG Eimsbüttel, die uns ALLE, wirklich ALLE Räume überließ, damit wir dort sein konnten. Vor dem Frühstück gab es Samstag und Sonntag ein Morgenlob, das zum Start mit Gott in den Tag einlud, danach sahen wir uns  alle beim gemeinsamen Frühstück mit Rührei und Sonntag gab es Pancakes. *yummy*

Da keine Duschen vorhanden waren, durften wir dafür beim benachbarten Eimsbütteler Turnverband in die Umkleiden. Der ETV richtet das Adventssingen auf seinem Fußballplatz aus.Nach den Proben gingen abends einige auf den Weihnachtsmarkt, spielten Spiele oder hatten Zeit zum Basteln und Klönen.

Sonntag gestalteten wir den Familiengottesdienst musikalisch mit und es wurde von groß und klein passend zum Thema einige hübsche Engel gebastelt - falls das öde klingt: Die Atmosphäre war wuselig-wunderbar. 

Der großeTag 

Zum Sonntagmittag bekochte uns die Mensa des Agaplesion Diakonieklinikums wahlweise mit leckerem Linseneintopf oder deftigem Grünkohl. 
Gestärkt ging es zum Soundcheck auf die große Stadtfestbühne auf dem Kunstrasenplatz des ETV, wo seit 7 Uhr morgens in der Kälte fleißige Ehrenamtliche aus der EFG Stelle und EFG Josua  Schenefeld die Bühne und Technik unter der kompetenten Leitung von Gerrit Strauch (EFG Josua Schenefeld) und weiteren Vollprofis aufbaute. Wir ziehen den Hut vor so viel Hingabe. 

Kaum war der Soundcheck beendet probten wir die große Abschlussnummer mit zwei weiteren Chören. Das Gefühl der Verbundenheit zwischen diesen sich ziemlich unbekannten Menschen war förmlich greifbar im extra dafür bereitgestellten "Backstage" des Agaplesion Diakonieklinikums.  

Wir teilten uns die Bühne dieses Jahr nämlich mit dem Gospelchor Crossroads aus Eimsbüttel und dem HSV Supporters Chor. 

Noch eine Gebetsgemeinschaft, dann war es soweit. Wir schritten summend durch das Tor des Sportplatzes mit roten Weihnachtsmützen und der Platz vor uns erstrahlte im Flutlicht. Unter den Lichterketten an der Bühne waren Leute, viele Leute - mehr Leute als wir zählen konnten. 

Das Eimsbütteler Adventssingen

Viele junge Familien aus dem Stadtteil mit Kindern im Grundschulalter, Gemeindemitglieder der Kirchen in Eimsbüttel, Freunde und Familie der Chöre waren gekommen. Außerdem kamen Interessierte, die über Internetwerbung, Radio und Zeitungsankündigungen vom Adventssingen erfahren hatten. Wir erreichten die Bühnentreppe, da teilte uns ein Mitarbeitender mit, dass die eintausend gedruckten Liedzettel am Eingang bereits vergriffen waren. Das flashte uns völlig und der ein oder andere bibberte jetzt wohl nicht mehr nur wegen der Kälte. Der erste Ton erklang und dann sprach nur noch die Musik und das war toll. Wir schauten in freudig strahlende Gesichter. Insgesamt waren wohl 1.000 bis 1.500 Menschen beim 2. Eimsbütteler Adventssingen. Die investierte Zeit, Schlaflosigkeit und Arbeit war für den Moment völlig vergessen. 

Denn mehr noch als die Zahl der BesucherInnen, überwältigte uns die Einheit und Lautstärke beim Singen. Die Kinder saßen, hüpften und tanzten in der ersten Reihe und sangen lauter mit als alle Erwachsenen zusammen, einige hatten sich Picknickdecken und heißen Tee in Thermoskannen mitgebracht, andere versorgten sich mit Punsch, Kakao oder Glühwein und Bratwürstchen vom ETV-Kiosk. Zwischen den Liedbeiträgen trugen Pastor Michael Babiel (ev. luth. Christuskirche Eimsbüttel)  und Daniel Schubach (Pastor in Vertretung der EFG Eimsbüttel) kurze Texte vor, die zum Nachdenken anregten und sie moderierten den Abend.  Wir sangen u.A. Macht hoch die Tür und Herbei o ihr Gläubigen aber auch Feliz Navidad, Es kommt ein Schiff geladen in freshen neuen Arrangements. Am Ende sangen wir mit allen Chören gemeinsam den Song Christmas Time von Bryan Adams, den unser Stimmprobenleiter der Tenöre Federico Benitez extra zu diesem Anlass neu arrangiert hatte. Und wir waren begeistert vom Dirigats Debüt von Ruth Will, die Tochter Zion ganz sicher und souverän vom Dirigentenpult aus anleitete. Herzlichen Glückwunsch zu dieser gelungenen Premiere. Alles in allem erlebten wir gemeinsam Kirche draußen, Kirche, die für andere da war, die sich in Liebe verschenkt. Und gefühlt besuchte der Himmel für eine Stunde einen kleinen Sportplatz irgendwo auf der Nordhalbkugel dieses blauen Planeten. Einfach himmlisch. Music on Tour freut sich auf die nächsten Projekte, vielleicht ja auch mal im Sommer? Bis dahin bewahren wir die Eindrücke, die uns geschenkt wurden, in unseren Herzen. Wir waren und sind völlig überwältigt.

Und eines ist sicher, wie das Amen in der Kirche. Dritter Advent 2024 - selber Ort - selbe Zeit. Dann der 15. Dezember 2024 17:00 Uhr, Sportplatz Bundesstraße, Hamburg.